Gemälde und Skulpturen von Marlyse Marzer, einer Künstlerin aus Nyon, inspiriert von der Natur, ihren Reisen und Afrika
Marlyse Marzer wurde am 30. März 1951 in Vich (Waadt, Schweiz) geboren und wuchs als einziges Mädchen mit drei Brüdern in einer bescheidenen Winzer- und Bauernfamilie auf. Schon als Kind zeichnete sie gerne und träumte davon, Kunst zu studieren. Für ihre Eltern galt dies jedoch nicht als richtiger Beruf. Erst nach ihrer Heirat konnte sie sich ihrer künstlerischen Leidenschaft widmen. Sie besuchte Kurse in Zeichnen, Malerei, Modellieren, Keramik und Bildhauerei.
Von 1983 bis 2007 arbeitete sie in einem Atelier im Keller ihres Hauses, anschließend bis 2010 im Dachgeschoss ihrer Wohnung. Seit 2010 verfügt sie über ein eigenes Atelier in Nyon. Im Jahr 2007 reiste sie nach Ouagadougou (Burkina Faso), wo sie bei einem lokalen Kunstgießer die Technik des Wachsausschmelzverfahrens zur Herstellung von Bronzeobjekten erlernte. Ihre zahlreichen Reisen nach Afrika prägten ihren künstlerischen Stil nachhaltig.
Marlyse Marzer betrachtete ihre künstlerische Tätigkeit stets als Leidenschaft und strebte nie nach großer Bekanntheit. Aufgrund der wachsenden Zahl ihrer Werke öffnete sie jedoch mehrfach ihr Atelier für die Öffentlichkeit und verkaufte zahlreiche Arbeiten. Nach ersten Acryl-, Pastell- und Rötelzeichnungen widmete sie sich auch der Keramik und entwickelte schließlich ihre charakteristischen filigranen Skulpturen aus Draht, Gips und mit Leim getränkten Stoffen.