Was gesagt werden muss – Theaterkonzert rund um Léonora Miano
Drei Texte von Léonora Miano
Wir alle kommen von irgendwoher
„Wie kann man in einem Land brüderlich zusammenleben, in dem die Helden der einen die Henker der anderen sind?“ Was bedeutet es, „weiß“ oder „schwarz“ zu sein? Wer hat entschieden, dass „Afrika“ so heißen soll? Ce qu’il faut dire ist ein direktes Statement, das den Dingen auf den Grund geht: der Beziehung zwischen dem Westen und Afrika, der Beziehung zur eigenen Hautfarbe, der Beziehung zum Anderen.
In Ce qu’il faut dire (Was gesagt werden muss) verleihen die Schauspielerin Karine Pedurand und die Musikerin Triinu drei Texten von Léonora Miano Gestalt, einer Autorin, die für ihr engagiertes Werk gegen Kolonialismus und Rassismus bekannt ist. Diese Texte, La question blanche (Die weiße Frage), Le fond des choses (Der Kern der Dinge) und La fin des fins (Das Ende der Enden), analysieren die aus der Kolonialisierung stammenden Erzählungen und das Schweigen der Exilanten. Auf einer kargen Bühne verschmelzen Stimme und Musik zu einem Theaterkonzert, das zugleich zart und eindringlich ist. Fernab von konventionellen Diskursen hinterfragt Ce qu’il faut dire von Catherine Vrignaud Cohen die Andersartigkeit, zerlegt Mythologien und lässt die Kraft einer befreiten Sprache entstehen, die unsere Erinnerungen weckt und neue Horizonte eröffnet.
Pressestimme:
„Was für ein Text für die Sprache, Léonora Miano! Die Sprache der französisch-kamerunischen Autorin wird hier von Catherine Vrignaud Cohen in einer einfachen, aber nicht weniger wirkungsvollen Geste auf die Bühne übertragen.“ Kilian Orain – Télérama
In Zusammenarbeit mit dem Château de Prangins.